Idee: Stadtbahn – jetzt erst recht! Entwirf das Nexthamburg-Stadtbahn-Netz

Stadtbahn – jetzt erst recht! Entwirf das Nexthamburg-Stadtbahn-Netz

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Eröffnet am 30.04.2010

Der Ursprungsbeitrag

von Nexthamburg Redaktion | 30.04.2010

Laut einer Umfrage (siehe Artikel im Abendblatt vom 29.4.) ist die Mehrheit der Hamburger gegen die Stadtbahn. Nexthamburg meint: Schande über diese Stadt – wenn man der Umfrage überhaupt trauen kann. Während andere Städte – darunter auch Paris – längst bewiesen haben, dass einem modernen Stadtbahn-Konzept die Zukunft gehört, wird in der zweitgrößten deutschen Metropole immer noch Stimmung gegen die Schiene gemacht. Stadtbahn: jetzt erst recht! Die Karte zeigt die Strecken, die aktuell geplant oder diskutiert werden. Lange nicht genug, meinen wir. Wo könnte die Stadtbahn noch sinnvoll die Lücken im Hamburg ÖPNV-Netz schließen? Schickt uns Eure Streckenvorschläge!

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von Unbekannter Nr.1 | 28.07.2010

Warum wird das Geld nicht Gespart und einfach in Busse Investiert und für all die Ökos unteruns ich rede von Wasserstoffbusse und jetzt für die die Sagen das ist Unflexibel das stimmt nicht wenn ein Unfall ist fährt man drum rum da man nicht auf schienen angewiesen ist und es ist noch Günstiger

von Johannes | 28.06.2010

Neuer Fahrgastrekord (Pressemitteilung der HHA, 28.06.2010)
Am besten gefällt mir der Schlusssatz: "Wir sind absolut vom Konzept der Stadtbahn, als ökologisches, modernes und zukunftweisendes System überzeugt und werden dieses Projekt in 2010 mit großem Einsatz vorantreiben."
Danke, Elste, wir setzen auf dich! ;) (und natürlich auf die Verwaltung und den stadtbahnaffinen Teil der Politik)
Stadtbahn muss eben sein!

von Unbekannter Nr.1 | 24.06.2010

Ich wieder Hole mich zwar aber in wilhemsburg z.b. wurde das straßen bahn netz einfach über asphaltiert warum nutzt man dies nicht man müsste es an einigen stellen nur anpassen das wäre günstiger als extra alles neu zu machen und bei der wirtschafts lager der stadt wäre das eht besser

von Johannes | 22.06.2010

51% für die mit 18 Mio. EUR pro km sehr preisgünstige Stadtbahn. Übrigens: Liebe Geschäftsleute am Winterhuder Markt, fragt mal eure Kollegen entlang neuer Stadtbahnstrecken in Frankreich - sie werden ins Schwärmen geraten von dem neuen Verkehrsmittel.

Seht es positiv: Die Straßen am Winterhuder Markt sind marode und müssen eh demnächst ausgebessert werden. An einer Zeit mit Baustellen würdet ihr sowieso nicht vorbei kommen. Warum also dann nicht gleich Gleise ins Pflaster legen? Ich wette, dass die Stadtbahn ein großer Gewinn für euch im Winterhuder Zentrum sein und deutliche Umsatzsteigerungen bringen wird!

Die Stadtbahn ist ein massiver Frequenzbringer und bleibt selbst dann massig im Vorteil für euch, wenn Autospuren oder ein paar Parkplätze wegfallen. Mit eurer Forderung "Keine Stadtbahn in Winterhude" schießt ihr euch also selbst ins Knie.

von Johannes | 09.06.2010

völlig richtig, die Förderung des Radverkehrs hat die größten Effekte für einen umweltfreundlicheren Modal Split. Das ist in den letzten Jahren in vielen Städten deutlich geworden. Auch Hamburg hat hier Zuwachsraten, obwohl die Förderung noch deutlich zu wünschen übrig lässt.

Aber: Das Fahrrad ist nicht für alle Verkehrszwecke und Bevölkerungsgruppen geeignet. Deshalb ist ein gleichzeitiger konsequenter Ausbau des ÖPNV notwendig. Der Qualitätsgewinn, den die Stadtbahn für den ÖPNV in Hamburg bringen wird, ist grandios - und rechtfertigt eine (vergleichbar günstige) Investition von 18 Mio. EUR pro km allemal.

Während sich z.B. Bild und Abendblatt im Ton vergreifen, bringt es die taz richtig auf den Punkt: Artikel "Stadtbahn kommt günstig"

von arne | 09.06.2010

Eine Anmerkung noch zu den Kosten: die 7 Kilometer Wilhelmsburger Reichsstraße, die an die Bahntrasse verlegt werden sollen werden mit 700 Millionen Euro angesetzt. Auch die Kosten pro U-Bahn-Kilometer liegen weit jenseits der besagten 18 Millionen für den Stadtbahnkilometer. Wer den Modal Split verändern möchte, der investiert besser in den Ausbau des Radverkehrs. Das ist supergünstig, im Betrieb absolut emissionsfrei und verspricht grandiose Zuwachsraten!

von Johannes | 06.06.2010

Allein die Strecke der Stadtbahn kostet mehr als 18 Millionen Euro pro Kilometer. Sollte Hamburg trotz der Finanznot an diesem Projekt festhalten? JAAAAAAA!, denn auch die besten Dinge kosten nun mal Geld. Das Abendblatt hat mal wieder eine hirnrissige Suggestiv-Umfrage gestartet: zur Umfrage

Ein Projekt mit so einem hervorragenden Kosten-Nutzen-Verhältnis findet man so schnell nicht wieder! Weiterplanen und endlich bauen, bitte.

von Johannes | 24.05.2010

ach ja, was ich noch sagen wollte: Hamburg hat noch einen weiteren "Nachteil" gegenüber München: Ein Großteil des U-Bahnnetzes ist knapp 100 Jahre alt. Das Geld, das dadurch gebunden ist, könnte natürlich, wenn diese Renovierungsarbeiten am bestehenden Netz nicht so viel schlucken würden, in neue Strecken investiert werden (z.B. zwei neue U-Bahn-Haltestellen oder zwei neue Straßenbahnlinien). Nun ja, wir haben nun mal die zweitälteste U-Bahn Deutschlands...

von Johannes | 24.05.2010

@SPHH: Gut, das war natürlich ein etwas provokanter Vergleich, denn die Unterschiede zwischen den beiden Metropolen, die du nennst, kann man ja nicht unter den Tisch kehren. Allerdings nagt Hamburg nun auch nicht absolut am Hungertuch (auch, wenn das in letzter Zeit immer gerne so dargestellt wird) - und es fehlt einfach am Willen, sich hier mehr dem Thema nachhaltiger Stadtverkehr zu widmen. Es wäre durchaus mehr drin für eine zukunftsfähige Mobilität! Und von einer Regierung, in der genau die richtige Partie dafür mitmischt, habe ich durchaus mehr erwartet!
Und übrigens: Der Bau der Stadtbahn am Winterhuder Markt wird keinen Verkehrsinfarkt produzieren, eher umgekehrt: Wenn die Stadtbahn einen so wichtigen Ort wie diesen umfährt, werden viel weniger Menschen auf sie umsteigen - der Effekt des Autofahrten-Einsparens wäre um ein Vielfaches geringer, der Platzgewinn auf den Straßen also auch.

von SPHH | 23.05.2010

Also München hier als Beispiel zu nennen ist sicher etwas verfehlt. Denn München ist a) reicher als Hamburg, b) weniger arm als Hamburg und c) Hauptstadt eines Flächenlandes. a) Hamburg ist zwar nicht arm, aber München ist dennoch wesentlich reicher. Es gibt in München reichere Bürger, die hohe Steuern zahlen und auch zahlreiche Großunternehmen, die viele Steuern zahlen. b) Es gibt in München wesentlich weniger Unterschicht, Kriminalität etc. Das kostet alles sehr viel Geld. Und dafür muss in Hamburg nunmal sehr viel mehr ausgeben werden als in München. c) München profitiert als Landeshauptstadt viel mehr von Förderung und den Geldströmen innerhalb des Landes. Damit wird Hamburg leider nicht mithalten können. Und auch wenn ich FÜR den Ausbau der Stadtbahn bin, bin ich auch dafür, dass vermehrt versucht wird die Nachteile abzuschwächen. Die Stadtbahn am Winterhuder Markt vorbeizuführen wird z.B. einen Verkehrsinfarkt herbeiführen. Da muss man eine Lösung finden. Und nicht nur hier.

von Johannes | 17.05.2010

@SPHH: Das wäre die beste Lösung! Wenn man die Geschwindigkeit, mit der HH in letzter Zeit den U-Bahnbau vorangetrieben hat, in die Zukunft extrapoliert, landet man mit der Realisierung allerdings im Jahre 2040, würde ich mal so schätzen. Aber vielleicht findet ja bald mal ein Umdenken statt und man lässt mehr Mittel dem ÖPNV zukommen und weniger dem übertriebenen Straßenbau - dann könnte es deutlich schneller gehen.

Eine Niederflur-Stadtbahn könnte man deutlich früher realisieren, aber man würde dann aus dem Süden Wilhelmsburgs tatsächlich sehr viel Zeit brauchen, um im Zentrum der Hansestadt zu landen. Tatsache ist: Eine Hochflur-Stadtbahn als Verlängerung der U4 ist die denkbar schlechteste Lösung!

von SPHH | 16.05.2010

Meiner Meinung nach sollte man die U4 nicht als Stadtbahn nach Süden weiterführen. Die U4 sollte als normale U-Bahn nach Süden über Veddel/Kleiner Grasbrook, Wilhelmbsburg bis nach Harburg geführt werden. Das wird aufgrund der Kosten und der Haushaltslage der Stadt sicherlich noch etwas dauern, aber es bleibt zu hoffen, dass diese Erweiterung nach und nach erfolgt.

von Johannes | 14.05.2010

Die Verlängerung der U4 als Stadtbahn ist eine denkbar schlechte Idee, denn es wäre dann eine stadtbildunfreundliche Hochflur-Stadtbahn, die hässliche Hochbahnsteige im Stadtraum benötigt, um barrierefrei zu sein (im Prinzip U-Bahnhöfe mitten auf der Straße).

Besser: Die U4 auch zukünftig an der HCU enden lassen, vielleicht mit bahnsteiggleichem Übergang zu einer Niederflur-Stadtbahn, die hier ganz kurz im Tunnel fährt. Die Linienführung wäre eine Verlängerung der [5] ab Rathausmarkt durch die Brandstwiete und entlang des Magdeburger Hafens, dann zur HCU und weiter entsprechend der Skizze (aber über S Wilhelmsburg und Kirchdorf Süd). Die Linie Bramfeld-Innenstadt sollte dann im Westen auf der Metrobuslinie [3] weiterfahren und zu den Arenen/nach Osdorf führen (über den zukünftigen Westbahnhof). Dann "versandet" die derzeitig geplante Nordwestlinie auch nicht in Eimsbüttel.

von Unbekannter Nr.1 | 01.05.2010

Warum nimmt man nicht das alte Netz, wobei man es ab und zu anpassen müsste. Aber leider gibt es immer Nachteile, das ist schade. Vorteile: energiesparend, kostet weniger, Nachteile : wenn ein Unfall auf der Strecke ist, können sie nicht so schnell ausweichen.

von histor | 01.05.2010

Stadtbahn / Straßenbahn Hamburg - seit den 1990-er Jahren eine ewige Planungsidee oder jetzt endlich zu realisieren ? Die Vorteile dieses Verkehrsmittels haben andere Städte erkannt und (Beispiel Lyon) auch dem Straßenverkehr dafür Platz weggenommen. Genau so muss es auch laufen. Die Gründe für die Bahn sind überzeugend und die Gründe dagegen in der Regel von Einzelinteressen bestimmt (z.B. Winterhude). Hamburg hatte ein elektrisches Straßenbahnnetz großen Umfangs. Da kann die Strecke, die global dem Metrobus [20] folgt, nur ein Anfang sein. Wichtiger ist die Linie auf der Busstrecke [5], die interessanterweise ihren eigenen Fahrstreifen für den Bus einfach nur der stillgelegten Straßenbahn [2] verdankt. Nichts einfacher als das, dort wieder die Bahn fahren zu lassen und zwar mindestens bis Gänsemarkt, besser Jungfernstieg oder Mönckebergstr. Sie muss in das Herz der Stadt, um dort von allen positiv wahr genommen zu werden.

von Arend | 01.05.2010

Mein Streckenvorschlag: Vom Deichtor durch die Amsinckstraße und Süderstraße quer durch Hammerbrook, dann an der Bille entlang bis Billstedt. Zur Integration dieser "vergessenen" Stadtteile wäre das sicher gut!

von Johannes | 01.05.2010

Hier gibt es auf der letzten Seite einen besonders interessanten Netzplan: www.stadtbahn-hamburg.de/bilder/stadtbahn-info-2005.pdf. Trotz U4 könnte die HafenCity-Perlenkette-Stadtbahn Hbf-Deichtor-Brooktor-Baumwall, an der Elbe entlang bis Neumühlen realisiert werden.

von Johannes | 01.05.2010

Das ist doch ne klare Sache und ein wunderbar positives Ergebnis für die Stadtbahn. Erstmal ist klar, dass bei etwas Neuem eine gewisse Grundskepsis herrscht. Einige sind also dagegen, obwohl sie gar nicht wissen, was genau hier für ein System geplant ist - und wie ungemein modern und zeitgemäß es ist. Das macht schon einmal ein paar Dagegen-Prozentpunkte aus. Aber viel interessanter ist: je jünger die Leute, desto mehr sind sie dafür - und zwar deutlich. Hätten wir keine tendierend urnenförmige, sondern eine gleichmäßige oder sogar pyramidenförmige Altersverteilung und würden die Stadtbahn-Umfrage entsprechend umrechnen: ein ganz klar positives Ergebnis - die Stadtbahn muss kommen! Und den jungen Menschen gehört ja die Zukunft der Stadt (zumindest mehr von ihr). Anders gedacht: Es gibt halt immer mehr ältere und hochbetagte Menschen, die brauchen auch einen Stadtverkehr, der ihnen gerecht wird. Viele der jetzt Alten sind aber in dem autofreundlichsten Zeitraum aufgewachsen, den es gab und je geben wird - und haben den Untergang der alten Straßenbahn damals als Autofahrer sehr begrüßt. Neben den älteren Menschen, denen seit der Abschaffung der Straßenbahn in Hamburg etwas Wichtiges fehlt (diese Gruppe ist auch nicht zu unterschätzen) gibt es also viele Senioren, die befürchten, dann mit ihrem Auto keine freie Bahn mehr zu haben (auch viele Jüngere denken so, davon mal abgesehen). Ja, das Auto ist - speziell für viele ältere Menschen - ein praktisches Verkehrsmittel. Aber andererseits: Viele können nicht (mehr) Auto fahren und brauchen trotzdem eine gute Mobilität. Ist es da nicht viel besser, ein von vornherein barrierefreies öffentliches Verkehrsmittel mit ausgesprochen ruhigem Fahrverhalten und besten Voraussetzungen für eine hohe Mobilität im Alter zu haben? Z.B. brauchen U- und S-Bahnen immer Fahrstühle (und Fahrtreppen) an den Haltestellen, um barrierefrei zu sein - hohe Betriebs- (und Bau-)kosten sind die Folge. Unsere Stadt braucht mehr Schienen - und zwar jede Menge. Zu teuer wäre es, sie unterirdisch zu bauen. Um mal etwas "egoistisch" zu sein: Ihr älteren Damen und Herren, die ihr zuhauf so vehement gegen die Stadtbahn seid: lasst uns Junge bzw. Jüngere doch die Stadtbahn nun endlich bauen! Sie kommt insbesondere auch euch zugute.

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5 | Stadtbahn: die einzige Chance!

von Johannes | 28.07.2010

Die Stadtbahnplanungen sind weit fortgeschritten, es gibt unzählige Argumente dafür, warum dieses Verkehrsmittel in Hamburg zu einer Minderung der Verkehrsprobleme beitragen wird - und nicht zuletzt zeigt gerade das einem ärmlichen Torso gleichende, viele wichtige Stadtbereiche aussparende derzeitige Netz der schienengebundenen Verkehrsmittel, dass unbedingt etwas passieren muss. Die Stadtbahn ist ein Kernelement des zukünftigen Stadtverkehrs der Hansestadt und es ist erfreulich, dass ihre Realisierung so kurz bevorsteht. Wer dagegen ist - und Gegner gibt es zur Genüge - muss sich fragen, ob er nicht gegen einen Ausbau des ÖPNV allgemein ist. Ein flächendeckendes U-Bahnnetz können wir uns nicht leisten und Busse (auch die ganz langen) versagen auf immer mehr Relationen, was die Leistungsfähigkeit angeht. Es kann losgehen! Hamburg kommt endlich wieder in die Puschen, was den Ausbau des schienengebundenen (und damit breit akzeptierten) ÖPNV angeht! (Visualisierung: HOCHBAHN)

4 | Hoffentlich bald Wirklichkeit: Stadtbahn am Jungfernstieg

von Johannes | 22.06.2010

Am Sonntag, den 21.06.2010 hatte jeder Interessierte bereits die Möglichkeit, die Stadtbahn im Hamburger Stadtraum zu erleben: Ein Bremer Stadtbahnfahrzeug stand im Rahmen des "autofreien Sonntags" am Jungfernstieg. Diese neueste Generation der Bremer Straßenbahnfahrzeuge kommt dem Fahrzeugtyp, der in Hamburg eingesetzt werden soll, sehr nahe: 35m Länge, 2,65m Breite (Maximalbreite für Straßenbahnen), Drehgestelle. Allerdings werden die Hamburger Stadtbahnen Zweirichtungsfahrzeuge sein, die elegante türlose Seite wie auf dem Bild wird es also bei uns nicht geben. Dafür aber deutlich weniger aufwändige Endstationen ohne Wendeschleifen. Wenn in ein paar Jahren die ersten Züge von Bramfeld nach Eppendorf rollen, wird der wichtigste Schritt für Hamburgs ÖPNV-System vollzogen sein, denn dann kann schnell die Verlängerung nach Altona folgen. Und dann steht einem Netzausbau Schlag auf Schlag und letztendlich hoffentlich weit über das jetzt geplante Zielnetz hinausgehend nichts mehr im Wege. Am dringendsten ist ein "Upgrade" auf Stadtbahn wohl auf der Buslinie M5. Damit kehrt dann die Straßenbahn in moderner Form an den Jungfernstieg zurück. Sie macht sich wirklich gut dort (und überall sonst in der Stadt)! Foto: www.strassenbahn-hamburg.de - dort gibt's auch noch weitere Infos und mehr Bilder

3 | Die Stadtbahn: einzige und richtige Lösung für Hamburg

von Johannes | 06.06.2010

Der Bau der Stadtbahn ist genau der richtige Schritt für Hamburg. Es gibt zwar viele unsachliche Gegenstimmen (zum Beispiel die Bezeichnung der Stadtbahn als "Prestigeprojekt" - welch unsinniger Scherz). Aber es gibt eben auch diejenigen, die die konstruktive Gegenargumentation zumindest versuchen. Sie verweisen u.a. auf die Baukosten des Verkehrsmittels, wobei ein genauer Blick auf die Tatsachen zeigt, dass sich durch die erheblichen Betriebskostenersparnisse im Gegensatz zum Busbetrieb der Bau einer Stadtbahn nach nur wenigen Jahren wieder auszahlt. Im Hinblick auf die nötige Verbesserung der Umweltbilanz im ÖPNV wird auch gerne auf den möglichen Einsatz von Hybrid-, Wasserstoff- oder O-Bussen statt einer Stadtbahn gesprochen. Dass auch diese Argumente nicht "standfest" sind, zeigen folgende Zitate aus dem Artikel "Leipzig: kein O-Bus, Stadtbahnausbau und Neues Busnetz" von Thomas Naumann in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "stadtverkehr": "Die Lösung der wichtigsten Verkehrsprobleme gelingt nur über eine Änderung des Modal Split, und das schafft in nenneswertem Umfang nur die Schiene. (...) Es sind keinerlei wissenschaftliche Nachweise darüber bekannt, dass die Antriebsform eines Busses Einfluss auf die Nachfrage hat." (stadtverkehr 6/10, S. 31). Und weiter unten in dem Artikel heißt es: "(...) [W]eil sie [die Schiene] im Gegensatz zum Bus empirisch immer wieder nachgewiesen die ÖPNV-Mobilität hebt, im Schnitt VDV-weit untersuchter Straßenbahnprojekte um 80%, die nicht nur, aber anteilig dem 'Schienenbonus' zuzurechnen sind. Weil dabei vor allem Wahlfreie gewonnen werden, die für ihre Fahrten den eigenen Pkw stehen lassen, erzeugt schienengebundener ÖPNV selbst dann relevante Umweltvorteile, wenn der Fahrstrom der Bahn aus einem Kohlekraftwerk kommt." Nun, wir wollen hoffen, dass die HHA auf grünen Strom setzen wird. Deutlich wird jedenfalls, dass modernere Busse mit anderen Antriebsformen keine Auswirkung auf den Modal Split haben - und dessen massive Veränderung zugunsten des Umweltverbunds ist unumgänglich, wenn wir nicht im Verkehrschaos (durch den MIV verursacht) ersticken wollen. Außerdem kann die Stadtbahn deutlich mit ihrem "Schienenbonus" punkten. Eine Schiene in der Stadt ist grundsätzlich ein Zeichen für ein höherwertiges Verkehrsmittel. Die Stadtbahn kommt! Und bringt Hamburg mit einem großen Sprung nach vorn in Richtung eines umweltfreundlichen Stadtverkehrs. Foto: Die moderne Straßenbahn in Krakau

2 | Warum kommt man in Hamburg nicht in die Puschen?

von Johannes | 22.05.2010

Siehe Positivbeispiel München: Ein Tramnetz-Torso überlebte den Autogerechtigkeits-Wahn ganz knapp, inzwischen ist daraus wieder ein stattliches Liniensystem geworden. Und nicht nur das: Es wird weiterhin kontinuierlich ausgebaut - zudem sehr rasant und mit hohen stadtgestalterischen Ansprüchen. Gerade vor ein paar Monaten wurde die Tram 23 vom U-Bahnhof Münchner Freiheit (U3/U6) zur Parkstadt Schwabing eröffnet, schon ist der Spatenstich für das nächste Projekt erfolgt: die Tram St. Emeram eine Verlängerung der Linien 17/18 über Arabellapark (U4) bis nach St. Emeram in Oberföhring. Weitere Projekte sind auf den Weg gebracht, wie beispielsweise die Westtangente. Was ist los, Hamburg? Wollen wir den Anschluss verschlafen? Von wegen, die Stadtbahn ist zu teuer! Sie hat ein extrem gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis - wenn wir sie jetzt bauen! Denn die Förderung aus dem GVFG-Topf läuft 2019 aus. Sollten wir es bis dahin nicht schaffen: na dann, gute Nacht! Die Stadtbahn ist längst (wieder) ein Verkehrsmittel der Metropolen geworden. Sie ist genau das Richtige für Hamburg! Foto: Eröffnung der Tram 23 in München, MVG/Wolfgang Wellige

1 | Die Stadtbahn - ein Meilenstein für einen zukunftsfähigen Stadtverkehr

von Johannes | 14.05.2010

Der Ausbau des schienengebundenen Nahverkehrs in Hamburg ist während des letzten Vierteljahrhunderts mächtig ins Stocken geraten - auch, weil man zu lange allein auf U-Bahn und S-Bahn gesetzt hat, was die Schiene angeht. Nun stehen wir als Metropole, die anderen Städten vergleichbarer Größe hinsichtlich der Versorgung mit modernen, schienengebundenen Verkehrsmitteln meilenweit hinterherhinkt, vor der entscheidenden Wende: die Stadtbahn kommt - und mit ihr die große Chance, den großen Rückstand in der Nahverkehrsversorgung aufzuholen. Schade nur, dass es so viel Stimmungmache gegen dieses uneingeschränkt sinnvolle Projekt gibt. Die Stadtbahn ist ein Kernstück der "Green Capital 2011" und ein positives Zeichen dafür, dass man in dieser Stadt nun endlich erwacht, was den zukunftsfähigen Ausbau des Nahverkehrs angeht. Gebt der Stadtbahn eure Unterschrift! Hier: Stadtbahn JETZT!. (Foto: die moderne Straßenbahn in Barcelona)

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